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Irmtraud Hubatschek "Ich denke in Serien"

Fotografien von Erika Hubatschek
Autor: Maren Krings 12.06.2019

Sie wollte nie als Fotografin bezeichnet werden und doch ging sie als solche in die Bücher ein.
Erika Hubatschek, eine Dame, die bereits Mitte der dreißiger Jahre die Emanzipation lebte wie kaum eine andere Frau. Ihres Zeichens war sie Geografin und Volkskundlerin, doch ihre Gabe, das Leben der österreichischen Bergbauern in Fotografien zu erfassen und Momente festzuhalten, brachte ihr den Ruf als Fotografin ein.

Mit dem Fahrrad fuhr sie von Innsbruck ins Stubaital, im Rucksack ihr liebstes und wichtigstes Werkzeug, die Kamera, eine Kodak Retina. Sie lebte mit den Bergbauern, wenn auch nur auf Zeit, für ihre Almerhebungen, die sie für ihre Dissertation erstellte. Als ihr Werk 1999 in der Leica Galerie in New York ausgestellt wurde, konnte sie sich der namentlichen Berufung der Fotografin nicht mehr widersetzen. Ihr 14.000 Negative umfassender Nachlass hat die Welt und deren Blick auf die bäuerliche Bevölkerung des Alpenraums beeinflusst.

Als Erika Hubatschek 2010 starb übernahm ihre Tochter Irmtraud den Nachlass von 14.000 Negativen und den Verlag „Edition Hubatschek“, in welchem bereits elf Bücher erschienen sind und weitere in Planung. Was Irmtraud Hubatschek ebenfalls von ihrer Mutter mitgenommen hat, ist die Vielseitigkeit und das Talent für den fotografischen Blick. Sie arbeitete als Filmemacherin, Musikerin und selbstverständlich greift auch sie zur Kamera auf ihren vielen Fernreisen.

Erika Hubatscheks besondere Verbindung mit Tux hat eine Unzahl besonders einprägsamer Bilder geschaffen. In vielen Tuxer Haushalten ziert mindestens ein Hubatschek Werk die Stube und zeigt die eigenen Vorfahren, wie sie beim Arbeiten und im bäuerlichen Alltag von der Fotografin abgelichtet wurden. Mit einem Gehstock den Pflug ziehend oder ein selbstbewusster Frauenblick, eingefangen in Sonntagstracht. Das sind die Momente, welche Erika Hubatschek mit Gefühl festgehalten hat, die eine einzigartige Perspektive von Innen zeigen. Ihr Leitbild: „Die Bauernarbeit kann man nur kennenlernen, wenn man sie selbst macht!“, beeinflusste Tochter Irmtraud bereits in frühester Kindheit. Bereits mit fünf Jahren war sie das erste Mal mit ihrer Mutter im Tuxertal. Damals waren sie bei der „Löber-Mutter Viktl“ untergebracht und bauten eine enge Beziehung zu der ganzen Familie auf.

„Ich denke in Serien“, erzählt Irmtraud Hubatschek, während sie durch das Konzept der neuen Ausstellung für das Tuxertal blättert. Auf großen, wetterfesten Tafeln werden in Zukunft die alten Talansichten von Erika Hubatschek mit Blick auf die mittlerweile geschehenen Veränderungen zu finden sein.

Irmtraud Hubatschek, Tochter von Erika Hubatschek Irmtraud Hubatschek, Tochter von Erika Hubatschek Irmtraud Hubatschek, Tochter von Erika Hubatschek Mehlerhaus

Die Ausstellung, „Frauen in Tux & im Himalaya“ dagegen ist eine Gegenüberstellung des bäuerlichen Lebens im Tuxertal und dem Himalaya. Eine dynamische Form, Ähnlichkeiten und Unterschiede zweier Fotografinnen als auch zweier Bergregionen gegenüber zu stellen.

Die Ausstellung, welche am Donnerstag, dem 27. Juni um 19.00 Uhr im Mehlerhaus eröffnet wird, ist vom 28.6. - 30.09.2019 jeden Montag und Freitag von 13.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Landkarte Tux
Anreise mit dem/der

Zieladresse für Ihr Navigationsgerät:
A-6293 Tux, Lanersbach 401

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Die Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München liegen zwischen 90 und 230 km von Tux-Finkenberg entfernt.

 

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