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In der Spur des Turbo-Luggi

Autor: Maren Krings 23.02.2018

Es entspannt ungemein, in einem gleichmäßigen Rhythmus, von der Fingerspitze bis zum Fußzehen, einen großen Spannungsbogen formend, über die „Luggi- Gredler-Loipe“ zu gleiten. Hand aufs Herz – wirklich, mal ganz ehrlich: Für alle unter uns, die das „Hippel-Gen“ in sich tragen – so richtig in unserer Mitte kommen wir nicht einmal bei der Sitzmeditation in der Yogastunde an, oder?

Da macht die frische Luft und die anhaltende Bewegung des Langlaufens doch etwas mehr für uns. Während die steigende Atemfrequenz langsam aber sicher die quälenden Gedanken an unerfüllte To-Do Listen ablöst, fangen auch unsere Gedanken wieder an, freier zu werden. Eine der vielen Gesundheitsstudien dieser Tage besagt, dass Kinder, die den Schulweg zu Fuß hinterlegen, weitaus kreativer sind als Kinder, welche mit Auto oder Bus zur Schule gefahren werden. Dieses Phänomen dürfte wohl auch auf die Kreativität von uns Erwachsenen schließen lassen. Probieren Sie es doch einfach mal mit einem Selbsttest! Schnappen Sie sich bei der nächsten Denkblockade einfach mal ein paar Langlaufskier anstatt dem Stück Anti-Frust- Schokolade und begeben Sie sich auf die nächste Loipe. Bewegen Sie sich dann einfach entlang der vorgefertigten Spur und lassen Sie ihre Beine und Arme in rhythmischen Einklang kommen. Es ist faszinierend was sich da alles in Bewegung setzt! Ihr Puls, der Atem, die Durchblutung, der Sauerstoffgehalt im gesamten Körper UND ihre Gedanken, die bekommen plötzlich Flügel und lassen genau diese Dinge zu, welche uns am Bürotisch einfach nicht gelingen wollen.

Während das inmitten einer Großstadt nicht gar so einfach ist, wissen die Bewohner des Tuxertals sehr wohl um den Luxus den sie alle direkt vor der Haustüre haben. Die 14 Kilometer lange „Luggi-Gredler-Loipe“ verbindet das Hochtal von Vorderlanersbach bis Madseit, den letzten Ortsteil vor Hintertux und dem Hintertuxer Gletscher. Auf dem zumeist schmalen Talboden verläuft die Loipe mittig zwischen Winterwanderweg und Häusern, Hotels, Schule, Eislaufplatz und Tux- Center. Die Ausrede „zu weit entfernt“ gilt hier also auf keinen Fall. Vom finnischen Gast bis hin zum Direktor der Neuen Mittelschule Tux treffe ich eine Menge Menschen auf der Loipe. Manche machen es recht gemütlich und nehmen die Chance auf einen kleinen „Loipen-Plausch“ gerne an, andere schießen mit professionellen Schwüngen auf der Skatingspur an mir vorbei.

Neben der Loipe laufen ein paar Kinder mit ihren Schulranzen gerade nach Hause. Der Weg, die Landschaft und das Geschehen neben der Loipe sind abwechslungsreich und können hin und wieder dazu führen, dass man trotz bester Markierung doch einmal gegen die Pfeilrichtung in der Loipenspur unterwegs ist. Das sollte zwar vermieden werden, aber das frohe Naturell der Tuxer und ihrer Gäste macht es möglich, gemeinsam darüber zu lachen und sich flott in die Gegenrichtung zu positionieren, bevor es zu einem Zusammenstoss kommt. Wer sich an irgendeinem Punkt der gesamten 14 Kilometer überfordert fühlt, der hat immer die Möglichkeit die Langlaufski einfach abzuschnallen und den, im 10 Minutentakt fahrenden, Skibus zurück nach Hause zu nehmen. Ein Luxus den jeder zu schätzen weiß, der am Anfang seines Wintertrainings dann doch mal mit unangenehm hohem Puls auf der Loipe strandet.

Herr Wisiol, der Direktor der Neuen Mittelschule Tux, gerät ehrlich ins Schwärmen, als wir unseren kleinen Loipen-Small-Talk führen. Er ist begeistert von der Professionalität, mit welcher die Angestellten des Tourismusverbandes Tux-Finkenberg die Loipe täglich herrichten. Auch passiert sie nur ein paar Meter hinter dem Schulgebäude und darum gehört das Langlaufen in den festen Stundenplan im Winter. Er selber genießt es, nach dem Unterricht ein paar Runden auf der Loipe zu drehen um den Kopf wieder frei zu bekommen. Auch sieht Herr Wisiol die Zukunft des Sports auf der Lopie, denn Dank der neuen Schneekanone in Madseit ist die Loipe nun auch bei Wärmeeinbrüchen schneesicher.

Besonders dankbar jedoch ist Herr Wisiol diesem Menschen; dem „Turbo- Luggi“, dem Junser Biathlet, der als Namensgeber der Loipe steht. Ludwig „Luggi“ Gredler ist zweifacher WM Medaillenträger und fünffacher Olympiateilnehmer und mittlerweile in der Nachwuchsförderung des Sportes tätig. Er gilt vielen der Tuxer Kinder als Idol und Motivation sich dem Langlaufen zu widmen.

Wer selbst noch keine Erfahrung im Langlaufen hat kann sich professionellen Unterricht bei den Skischulen "Skischule Tuxertal“ oder "Skischule Tux 3000“ buchen, Ausrüstung gibt es bei den meisten Sportgeschäften im Tal zu leihen oder zu kaufen.

Landkarte Tux
Anreise mit dem/der

Zieladresse für Ihr Navigationsgerät:
A-6293 Tux, Lanersbach 401

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Detaillierte Informationen zur Anreise mit dem Bus finden Sie hier.

Hier finden Sie alle Informationen zur Anreise mit Bahn und Bus nach Tux im Zillertal. Sie können Ihre Bahntickets auch online kaufen!

 

Die Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München liegen zwischen 90 und 230 km von Tux-Finkenberg entfernt.

 

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