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50 Jahre Schließung des Magnesitbergwerks Tux – Ein prägendes Kapitel der Tuxer Geschichte

Autor: TVB Tux-Finkenberg 15-10-26

2026 jährt sich die Schließung des Magnesitbergwerks Tux zum 50. Mal. Am 21. Dezember 1976 wurde mit der „letzten Schicht“ ein bedeutendes Kapitel der Tuxer Geschichte beendet. Fast fünf Jahrzehnte lang war das Bergwerk einer der wichtigsten Arbeitgeber im Tal und prägte die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung von Tux maßgeblich. Das Jubiläumsjahr bietet Anlass, auf diese außergewöhnliche Zeit zurückzublicken und die Erinnerung an die Menschen wachzuhalten, die den Bergbau in Tux möglich gemacht haben.



Ein Bergwerk verändert das Tal

Von 1927 bis 1976 wurde oberhalb von Vorderlanersbach auf rund 1.700 Metern Seehöhe Magnesit abgebaut – im höchstgelegenen Magnesitbergwerk Europas. Das gewonnene Magnesit wurde unter anderem zur Herstellung von Heraklithplatten verarbeitet. Ab Mitte der 1950er-Jahre wurde zusätzlich Scheelit gefördert, aus dem das wertvolle Metall Wolfram gewonnen wird. Dieses fand später unter anderem in der Luft- und Raumfahrt Verwendung und verbindet das Magnesitwerk Tux auf besondere Weise mit der Geschichte des Apollo-Programms.



Arbeit, Zusammenhalt und Herausforderungen

Rund 400 Menschen fanden im Bergwerk Beschäftigung. Der Bergbau brachte Arbeit, wirtschaftlichen Aufschwung und den Ausbau der Infrastruktur. Gleichzeitig war die Arbeit im Berg mit großen Herausforderungen verbunden. Besonders das Lawinenunglück vom Jänner 1951, bei dem neun Menschen ihr Leben verloren, zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Bergwerksgeschichte.



Das Ende einer Ära

In den 1970er-Jahren geriet der Bergbau durch sinkende Vorkommen und den internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Am 21. Dezember 1976 wurde schließlich die letzte Schicht gefahren und das Bergwerk geschlossen. Die Betriebsanlagen wurden in den folgenden Jahren abgetragen und das Gelände rekultiviert. Viele ehemalige Bergleute fanden im aufstrebenden Tourismus oder in anderen Betrieben im Zillertal eine neue berufliche Zukunft.



50 Jahre später

Auch ein halbes Jahrhundert nach der Schließung ist das Magnesitbergwerk ein wichtiger Teil der Tuxer Geschichte. Die Barbarakapelle, die ehemalige Talstation der Schrofenbahn und einzelne Geländespuren erinnern noch heute an diese Zeit. In der Barbarakapelle befinden sich außerdem eine Gedenktafel sowie ein Gedenkbuch, die den Arbeitern des Bergwerks und den verstorbenen Bergleuten gewidmet sind.



Das 50-jährige Jubiläum lädt dazu ein, an die Geschichte des Magnesitbergwerks und an die Menschen zu erinnern, die mit ihrer Arbeit das Tuxertal über Jahrzehnte geprägt haben. Ihre Leistungen bilden einen wichtigen Teil der Identität von Tux und sollen auch für kommende Generationen in Erinnerung bleiben.

Landkarte Tux
Anreise mit dem/der

Zieladresse Tourismusbüro:
A-6293 Tux, Lanersbach 401

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Die Flughäfen Innsbruck, Salzburg und München liegen zwischen 90 und 230 km von Tux-Finkenberg entfernt.

 

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